Bunny,  unser  Suchhund
 
springt ein, wenn scheue Hunde aus dem ein-  oder anderen Grunde verloren gegangen sind. Bunny's erste erfolgreiche Hundesuche war genau am 09.06.2004. Er zeigte an, dass Karam an einem See "hauste". Dies konnte erst abends durch die Sichtung eines Landwirtes bestätigt werden. Zu diesem Zeitpunkt gab es hier im Umkreis keinen anderen Hundesuchhund. Selbst Leute, die damals behaupteten "Ein Suchhund zeigt keine Hundespuren an bzw. sucht keinen Hund" führen heute selber einen sog. Hundesuchhund oder auch Pet-Trailer. Es kann Ihnen nie jemand eine Erfolgsgarantie geben, denn es ist etwas anderes, ob ein Hund in einer Lawine oder in einem bestimmten Areal ein "unbewegliches" Element suchen soll oder ob er eine bewegliche Spur mit x-tausend Kreuzungen anzeigen soll. Auch, wenn am Ziel nicht der Hund auch nur zu erahnen ist, heißt das nicht, dass der Suchhund nicht die richtige Spur verfolgte. 
Auch ist immer dabei zu beachten, dass die Spur eine flüchtenden Tieres wesentlich "dünner" ist, als die, eines gerade spazieren gegangenen Menschen oder eines Verschütteten, wo der Hund konstant aus der gleichen Richtung den Geruch aufnehmen kann, also das Ziel sich nicht fortbewegt. Dem folgend kann es sein, dass die Spur nicht mehr gut "lesbar" ist.. Es hängt von vielen Faktoren ab und lässt sich nicht in 2 Sätzen erklären. 
Eine Erfolgsgarantie kann Ihnen nie jemand geben, obwohl gar mancher manches erzählt. 
Des Weiteren ist Bunny in der Lage, manch scheue Hunde davon zu überzeugen, dass sie mit ihm kommen und sich einfangen lassen. Dies hat er mehrfach bewiesen und liegt in seiner Hüteleidenschaft begründet. Nichts ist für einen Hund einfacher, als einen anderen Hund in der Bewegung auszustoppen. Dies können wir mehrfach auf Hundeausläufen beobachten. Nur wir Menschen müssen dann auch wissen, wie wir uns diesem "gestellten" Hund nähern können ohne eine erneute Fluchtreaktion bei ihm auszulösen. Wenn wir das nicht wissen, sollten wir es auf jeden Fall bleiben lassen, denn nichts ist schwieriger als einen Hund einzufangen, der schon x vergebliche Fangversuche durchlief. 

Dabei ist es aber immer abhängig davon, welche "Hobbys" hat Ihr Hund. Hat er keinerlei Hüteeigenschaften, ist er der Niedrigste einer Hundegruppe, wird er kaum einen anderen Hund dazu bewegen, mitzukommen oder ihn gar auszubremsen, zu stoppen und zu halten, also am Entfernen zu hindern. Ist er jedoch z.B. in der Lage bei Spaziergängen das Rudel zusammen zu halten oder scheucht auf dem Hundeauslauf die anderen Hunde zu ihren Leuten - nicht sagen, das gibt's nicht, erst mal bewusst auf Ausläufen usw. beobachten und dann argumentieren - dann kann er einen Hund mitbringen. Jedoch ist auch hier immer von Fall zu Fall zu entscheiden, ob es bei diesem entlaufenen Hund gelingen kann. Besser ist aber immer die Variante mit der Lebendfalle usw. Noch besser natürlich, es kommt erst gar nicht zum Entlaufen.  

Ruhigen Gewissens kann ich sagen, dass Bunny ein gut ausgebildeter Suchhund ist. Eine direkte Ausbildung zum Hunde-Suchhund gibt es bis heute - 03.03.2007 
noch nicht. Die Ausbildung sollte in Anlehnung an die eines Jagdhundes erfolgen, der wohl in der Lage wäre die Bringtreueprüfung (d.h. entgegen der Anweisung "bleib Fuß" des "Führers" zu handeln und verletztes oder totes Wild anzuzeigen oder mitzubringen) zu absolvieren als auch eine Schweißfährte (sprich die Fährte eines verletzten Tieres) zu verfolgen. Außerdem sollte er in der Lage sein, was seiner Natur eigentlich widerspricht, einen toten Hund anzuzeigen. Günstig wäre in diesem Falle, wenn er ein sogenannter "Totverbeller" wäre. 

Auch wenn ein jeder seine Auffassung vertreten mag, es gibt für einen Hund nichts leichteres, als die Spur eines anderen Hundes zu verfolgen. 

Was ich aber noch dazu anführen möchte und ganz wichtig erachte ist die Tatsache, dass es Suchhunde gibt - und da gehört Bunny auch zu - die von sich ganz alleine Hunde suchen, die in Not geraten sind oder aber streunern. Warum er dies tut, entzieht sich meiner Kenntnis bzw. wird in seiner Vergangenheit als Straßenhund begründet sein. 

Wir haben das Ganze hinterher nur einfach noch ein bisschen mehr geübt, Bunny mit seinem Wissen als ehemaliger türkischer Straßenhund und ich mit meinem Wissen über Jagdhundausbildung.

Ganz ganz wichtig für eine erfolgreiche Suche ist jedoch, dass Sie einen oder mehrere Gegenstände besitzen, an dem der Geruch (nach Möglichkeit NUR der Geruch) des verschwundenen Hundes vorhanden ist. Es sollte nicht ein Gegenstand sein, an dem der Geruch der anderen eigenen Hunde vorhanden ist!!! Packen Sie diesen Gegenstand am besten direkt in eine Plastiktüte und verschließen Sie sie gut, sodass der Geruch an dem Gegenstand haften bleibt. Wichtig ist auch, dass Sie den Ort des Verschwindens bzw. den letzten Sichtungsort ziemlich genau lokalisieren können. Und wie beim Menschen ist es auch bei Hunden so, dass unter gewissen Stresssituationen andere Gerüche vorhanden sein können, die den ursprünglichen Geruch - also den Eigengeruch - "übertünchen" bzw. sich die ganze Geruchspalette anders zusammensetzt als bei dem Geruchsmuster. Auch dies muss bei einer Hundesuche beachtet werden. 

Viele Sachen haben ja abenteuerliche Namen und nichts ist interessanter, als Sachen mit englischen Namen zu belegen, da weiß dann keiner so ganz genau, um was es sich nun handelt. 
Ob der Hund nun eine Jagdhundausbildung hat, ob er auf die Menschensuche ausgerichtet ist, ob er bestimmte Gegenstände auffinden kann oder aber in der Rauschgiftsuche tätig ist, wichtig ist meist eigentlich nur die Tatsache, dass Ihr Hund verknüpfen kann zwischen "gezeigtem Objekt" und "Suche" und eine Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihrem Hund möglich ist. Sie müssen lediglich ihrem Hund vertrauen und ihn lesen können. Es ist für einen Hund nachweislich nichts einfacher, als bestimmte Gerüche zu verfolgen und die Objekte dazu zu finden - das macht er 1000mal bei jedem Spaziergang. 
Es gibt unendliche viele Hunde, NACHWEISLICH, wo die Besitzer glaubten, dass ihr Hund nicht in der Lage sei, die Spur eines entlaufenen Hundes zu finden und diese zielsicher zu verfolgen, die jedoch durchaus den verlorenen Hund gefunden haben. Trotzalledem sollte vorsichtig verfahren werden, denn nicht jeder Hund und jeder Mensch ist geeignet, eine Tiersuche entsprechend dem zu findenden Tier durchzuführen. 

Update in 2010: Bunny ist mittlerweile so ca. 10 Jahre alt und steht nur noch bedingt zur Verfügung, da ihm häufiger sein ehemals gebrochenes Bein zu schaffen macht und er je nach Wetterlage/Aktivitäten usw. lahmt. Wir bitten um Verständnis! Er hat den Vorruhestandstatus angetreten :-) Bitte fragt jeweils nach.  

Update im Juli 2012: Nunmehr ist Bunny geschätzte 12 Jahre alt und wirklich und tatsächlich in Rente gegangen. Ich hoffe, dass er noch ein langes glückliches Rentendasein genießen kann.

Hier ein paar Bilder vom Rentner bei der "Freizeit"-Arbeit: